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In 12 Schritten zum "fesselnden" Vortrag

Man erlebt es immer wieder: Da hält jemand einen Vortrag - und nach kurzer Zeit hört ihm keiner mehr zu.

 

Es geht aber auch anders: Da "fesselt" jemand gleich zu Beginn die Zuhörer und "hält sie dann bei der Stange".

 

Am Ende sorgt er auch noch dafür, dass ein "tiefer Eindruck" bestehen bleibt.

 

Wie das geht, erklären wir in 12 Schritten.

Arbeitsblatt zum Thema: wie “fessele” ich bei einem Vortrag die Zuhörer?

  1. Was ist damit gemeint, wenn jemand von einem “fesselnden” Vortrag spricht?

  2. Worauf muss jemand bei einem Vortrag achten, wenn er gleich zu Beginn seine Zuhörer “in seinen Bann” ziehen will?

  3. Welche Gefahr besteht, wenn der vortragende zu Beginn erst mal einen ausführlichen Überblick über den Inhalt des Vortrags gibt?

  4. Wie kann man bei einem Vortrag gleich am Anfang viel Aufmerksamkeit erzeugen?

  5. Wie kann man dafür sorgen, dass die zu Hörer immer genau wissen, worum es gerade geht und welche Bedeutung dieser Teil für den gesamten Vortrag hat?

  6. Inwiefern ist ein begleitendes Info-Papier bei einem Vortrag hilfreich und was muss dabei beachtet werden?

  7. Wie kann man dafür sorgen, dass die zu Hörer auch bei einem längeren Vortrag “bei der Stange” bleiben?

  8. Wie geht man mit Zuhörern um, die auf irgendeine Art und Weise stören?

  9. Wie kann man es erreichen, dass die Zuhörer während des Vortrags selbst mitdenken?

  10. Wie kann man zentrale Inhalte und Überlegungen eines Vortrags möglichst dauerhaft im Gedächtnis der Zuhörer verankern?

  11. Wie verschafft man sich am Ende eines Vortrags einen guten Abgang?

  12. Wie fördert man Nachfragen zum Vortrag und eine Diskussion interessanter Aspekte?

Arbeitsblatt mit unseren Ideen zu den Fragen

  1. Was ist damit gemeint, wenn jemand von einem “fesselnden” Vortrag spricht?
    • Die Zuhörer sollen regelrecht in Bann gezogen werden.
    • Konkret heißt das: Sie hören zu, reden nicht mehr mit dem Nachbarn, lassen ihre Smartphones in Ruhe
    • Signalisieren dem Vortragen auch, dass sie interessiert sind.
  2. Worauf muss jemand bei einem Vortrag achten, wenn er gleich zu Beginn seine Zuhörer “in seinen Bann” ziehen will?
    • Man sollte mit einem Paukenschlag beginnen.
    • Das heißt: Man muss erst mal Aufmerksamkeit erregen.
  3. Welche Gefahr besteht, wenn der Vortragende zu Beginn erst mal einen ausführlichen Überblick über den Inhalt des Vortrags gibt?
    • Es wird keine Aufmerksamkeit und kein Interesse geweckt.
    • Außerdem vergisst man das alles sowieso – und will es eigentlich noch gar nicht wissen.
    • Solch ein Überblick ist höchstens was für Fachleute, aber selbst denen reicht es, wenn das kurz geschieht und nicht langatmig zu viel vorwegnimmt.
  4. Wie kann man bei einem Vortrag gleich am Anfang viel Aufmerksamkeit erzeugen?
    • Zum Beispiel durch die Art und Weise, wie man auftritt: Im Extremfall kann man aufs Pult steigen und irgendetwas hochhalten.
    • Auf jeden Fall ist das Zeigen eines Gegenstandes oder ein entsprechendes Powerpoint-Bild sehr hilfreich.
    • Beispiel: Man könnte einen faulen Apfel hochhalten oder scheinbar genüsslich mit Messer und Gabel am Pult verzehren, um zu zeigen, wie Schiller sich in Stimmung versetzt hat, wenn er was schreiben wollte.
    • Man könnte natürlich auch eine Powerpoint-Montage an die Wand werfen, mit einem Artikel, in dem Schiller (mit Apfel) des Drogengenusses bezichtigt wird.
  5. Wie kann man dafür sorgen, dass die zu Hörer immer genau wissen, worum es gerade geht und welche Bedeutung dieser Teil für den gesamten Vortrag hat?
    • Indem man Überleitungen macht, Zusammenhänge deutlich macht.
    • Ggf. auch hin und wieder den Fortschritt im Darstellungsgang am Rand sichtbar macht.
    • Natürlich kann man auch mal halb im Ernst eine entsprechende Frage stellen: „Erinnert ihr euch noch an das erste Theaterstück, das Schiller geschrieben hat?“
  6. Inwiefern ist ein begleitendes Info-Papier bei einem Vortrag hilfreich und was muss dabei beachtet werden?
    • Grundsätzlich ist ein solches Papier sehr hilfreich, weil es den Zuhörer einfach möglicht, sich immer wieder zurechtzufinden.
    • Manchmal ist der Vortrag auch für einzelne Zuhörer zu langsam, dann können sie schon etwas „vorblättern“.
    • Genauso kann jemand noch etwas nachlesen, was er nicht ganz verstanden hat.
    • Außerdem können interessierte Zuhörer sich hier Notizen machen – vor allem auch für spätere Nachfragen.
    • Das Wichtigste ist allerdings, dass Vortrag und begleitendes Info-Papier sich nicht stören. Auf gar keinen Fall darf das letztere andere Formulierungen enthalten als die des Vortrags. Das verwirrt nur.
    • Deshalb sollte man sich dort auf die Gliederung des Vortrags und wichtige Stichworte beschränken.
  7. Wie kann man dafür sorgen, dass die zu Hörer auch bei einem längeren Vortrag “bei der Stange” bleiben?
    • Grundsätzlich sollte ein Vortrag so vorbereitet werden, dass er immer schon die Zuhörer „im Blick“ hat.
    • Das heißt: Der Vortrag sollte aufgelockert, anschaulich sein und immer wieder kleine Höhepunkte bereitstellen.
    • Hilfreich sind auch umfassende Ansätze wie etwa:
      „Das Leben dieses Dichters war durch drei Pannen und fünf Glücksfälle gekennzeichnet. Beginnen wir mit der ersten Panne …“
      Die Zuhörer, die dann nicht zumindest kurzzeitig interessiert sind, denen ist wirklich nicht zu helfen.
  8. Wie geht man mit Zuhörern um, die auf irgendeine Art und Weise stören?
    • Am besten bezieht man sie in den Vortrag ein.
    • Zum Beispiel:
      „Da war Goethe also jetzt einige Zeit Beamter gewesen, seine Schriftstellerei schlief immer mehr ein. Was konnte er tun, um doch noch zum größten Dichter der deutschen Literatur aufzusteigen?“
    • Oder aber man macht eine kleine Umfrage: „Wie reagierte Goethe auf Kleist, einen Dichter, der in seinem Drama „Penthesilea“ durchaus mal eine Frau über ihren Geliebten herfallen und ihn zerfleischen ließ.“
  9. Wie kann man es erreichen, dass die Zuhörer während des Vortrags selbst mitdenken?
    • Konkret sein
    • Lebensnah
    • Spannende Beispiele
    • Fragen stellen
    • Einbeziehen
    • Überraschungen wie am Anfang
       
  10. Wie kann man zentrale Inhalte und Überlegungen eines Vortrags möglichst dauerhaft im Gedächtnis der Zuhörer verankern?
    • Erlebnisse machen lassen
    • Gute Beispiele
    • Ankerbegriffe
    • Slogans, vgl. Arbeite an den Stärken
    • Evtl. auch ein kleines Quiz, das am Ende die Kernelemente herausstellt
  11. Wie verschafft man sich am Ende eines Vortrags einen guten Abgang?
    • Anfang wieder aufnehmen
    • Einen Höhepunkt bringen
    • Denkanstöße
  12. Wie fördert man Nachfragen zum Vortrag und eine Diskussion interessanter Aspekte?
    • Durch provozierende Fragen
    • Oder ein spannendes Teilthema
    • Oder interessante weiterführende Hinweise

Weihnachtsferien:

  • natürlich mal Erholung
  • Wer aber noch was fürs Zeugnis tun will,
  • für den gibt es hier Tipps :-)

Hier zeigen wir, dass eine Kurzgeschichte fast genau so analysiert werden kann wie jeder andere Text. Also: Weniger lernen, mehr verstehen :-)

Unsere Erklär-Videos findet man auf Youtube, wenn man nach "schnell durchblicken" sucht.

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