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Wie gingen die Griechen mit "Fremden" um?

Wenn es um das Verhältnis des "Eigenen" und des "Fremden" geht, hat die Geschichte vor allem eines zu bieten: Eine Fülle von Beispielen und Phänomenen.

 

Man kann sie kritisch sehen - aber man sollte sie erstnehmen.

 

So auch den Umgang der Griechen mit Fremden - zum Beispiel während der sog. "Kolonisation", dann im Konflikt mit den Persern und schließlich mit den Juden.

 

Im Folgenden stellen wir den Aufsatz des Eichstätter Historikers Prof. Jürgen Malitz vor.

 

http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/fremde.html

 

Man kann daran sehr gut sehen, wie ein heute heiß und zunehmend kontrovers diskutiertes Thema ganz sachlich präsentiert wird.

 

Auf jeden Fall lohnt es sich, die Beispiele und Quellenauszüge, aber auch die sich daraus ergebenden Thesen mit den Schülern zu diskutieren.

Professor Malitz behandelt das Thema des "Umgangs mit Fremden" im Falle der alten Griechen auf drei geschichtlichen Ebenen:

 

Die griechische Kolonisation:

Ganz allgemein wird erst einmal deutlich gemacht, wie sehr die attische Demokratie die eigenen Bürger bevorzugte.

Was dann das Ausgreifen in fremde Gebiete im Rahmen der Kolonisation angeht, werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Prof. Malitz macht aber kein Hehl daraus, dass die Option der Vertreibung der Normalfall war und auch das Modell des friedlichen Miteinanders in der Regel nicht lange funktionierte.

Besonders eindrucksvoll ist das Beispiel eines scheinbar friedlich-freundschaftlichen Vertrages mit den Sikulern. Die Griechen formulierten geschickt und handelten real betrügerisch, indem sie sich Erde in die Schuhe und Knoblauchköpfe unter die Schulterpartie ihrer Gewänder packten.

 

Der Abwehrkampf gegen die Perser

Hier wird besonders auf den "Barbaren"-Begriff eingegangen, der eher der Abgrenzung diente. Außerdem wird am Beispiel Herodots gezeigt, wie auch damals schon universell-menschlich gedacht werden konnte.

 

Umgang mit den Juden

Die Juden tauchten erst sehr spät im Horizont der Griechen auf. Das änderte sich erst in der Zeit des Hellenismus, als Palästina eine größere Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen den Nachfolgern Alexanders des Großen spielten.

Dabei zeigte sich grundsätzlich ein sehr positiver Blick auf die jüdische Kultur. Später wurden die Juden aber immer stärker in die Konflikte zwischen dem ägyptischen Bereich der Nachfolgestaaten Alexanders des Großen und dem persischen Bereich hineingezogen. In dieser Zeit entstanden und verbreiteten sich dann propagandistisch auch viele der Vorurteile, die bis in unsere Gegenwart hineinwirkten und - wirken.

Welcher erste Eindruck entsteht, wenn man sich mit der Haltung und dem Verhalten der alten Griechen gegenüber Fremden beschäftigt?

Auswertung der ersten Abschnitte eines  wissenschaftlichen Beitrags zur Frage der Einstellungen und des Verhaltens der alten Griechen gegenüber Fremden

  1. Grundsätzlich werden hier erst einmal Ausländer und Fremde gleichgesetzt,  allerdings ging die Abgrenzung bei den alten Griechen noch weiter und schloss alle ein, die nicht das Bürgerrecht hatten.
  2.  Anders als heute galt bei den alten Griechen klar das Prinzip der Besserstellung der eigenen Bürger, Fremde wurde nicht alimentiert (unterstützt).
  3.  Es gab auch nicht das politische Ziel die Integration.
  4.  Vorläufiges Fazit: Aus heutiger Sicht waren die alten Griechen  fremdenfeindlich eingestellt.

Die Auswertung des Beitrags wird fortgesetzt.

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