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Gegenwart - Geschichte - Gegenwart

 

Geschichte ist ein wunderbares Fach - und auch unendlich wichtig für die Gegenwart: Aber in der Praxis sieht man davon häufig nichts.

Deshalb setzt sich diese Seite zweierlei zum Ziel:

Sie will zum einen aufzeigen, wie fast jedes geschichtliche Thema in einem Zusammenhang mit der Gegenwart steht - vor allem interessant für diejenigen, die im täglichen Unterricht zeigen wollen, dass er was mit dem heutigen Leben zu tun hat.

Zum anderen will sie Anregungen geben, aktuelle Fragen wirklich "im Lichte der Geschichte" besser zu begreifen.

Das hilft übrigens wunderbar, schöne Themen für eine Facharbeit zu finden.

 

Ganz aktuell:

"Brexit" - oder das besondere Verhältnis zwischen England und Europa

  1. Am 23.06.2016 ist es soweit: Erstmals stimmt die Bevölkerung eines "alten" EU-Landes darüber ab, ob sie in der Europäischen Union bleiben will oder nicht.
     
  2. Die Diskussion darüber wird sehr heftig geführt, Stimmen aus der EU-Kommission sprechen sogar von "Bestrafung" nach einem möglichen Austritt. Man wollte ein "Exempel statuieren". Ein etwas seltsames Verständnis von Demokratie.
     
  3. Im Unterricht kann man diese Entscheidung gut zum Anlass nehmen, zum einen über die Geschichte der Erweiterung der EU zu sprechen. Immerhin hat sich ein Land wie Norwegen schon sehr früh geweigert beizutreten - und es scheint auch damit klarzukommen.
     
  4. Zum anderen gibt es eine besondere "transatlantische" Verbindung des Insel-Staates Großbritannien zu den USA, eine "special relationship", die sich in zwei Weltkriegen aus englischer Sicht bewährte.
     
  5. Spannend ist auch die Frage, wie Schottland sich verhält, wenn England austreten würde - immerhin liegt der Heimathafen der britischen Atomflotte in Schottland.

Ältere Beiträge:

 

09.10.2015: Russen lieben die Deutschen nicht mehr

Ausgangspunkt ist ein Artikel im Spiegel:

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http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-deutsche-laut-umfrage-nicht-mehr-beliebt-a-1056709.html

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  1. Das muss man sich mal vorstellen - kurz nach der 25-Jahr-Feier der deutschen Wiedervereinigung. Damals gab Russland endgültig die am Ende des Zweiten Weltkriegs errungene Machtstellung in Europa auf - zugleich auch die damit verbundene Sicherheit.
  2. Der Dank ist nun, dass sich die NATO weit nach Osten ausgedehnt hat und Russland auch von der Seite aus in einen Zangengriff gerät und Deutschland sich in die Streitigkeiten mit der Ukraine einmischt.
  3. In Russland ist es unvergessen, dass zweimal Eroberer tief im Herzen des Landes standen und nur seine Weite es gerettet hat.
  4. Im 19. Jahrhundert war es eine enge Zusammenarbeit zwischen Preußen-Deutschland und Russland, die verhinderte, dass unser Land auf Dauer zersplittert blieb.
  5. Von daher: Viel Stoff, über die Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nachzudenken.

Es folgen ältere Beiträge.

Gegenwart - Geschichte - Gegenwart

 

Geschichte ist ein wunderbares Fach - und auch unendlich wichtig für die Gegenwart: Aber in der Praxis sieht man davon häufig nichts.

Deshalb setzt sich diese Seite zweierlei zum Ziel:

Sie will zum einen aufzeigen, wie fast jedes geschichtliche Thema in einem Zusammenhang mit der Gegenwart steht - vor allem interessant für diejenigen, die im täglichen Unterricht zeigen wollen, dass er was mit dem heutigen Leben zu tun hat.

Zum anderen will sie Anregungen geben, aktuelle Fragen wirklich "im Lichte der Geschichte" besser zu begreifen.

Das hilft übrigens wunderbar, schöne Themen für eine Facharbeit zu finden.

 

Nehmen wir zwei Beispiele:

 

Beispiel 1: Erneute Kriegsgefahr? Wiederholt sich im Jahre 2014 das Jahr 1914

Im Unterricht steht der Erste Weltkrieg an - und man fragt sich, wie vernünftige Menschen einen solchen "Sprung ins Dunkle" wagen konnten, mit Millionen von Toten im Gefolge. Gleichzeitig sieht man, wie im südchinesischen Meer Luft- und Seestreitkräfte Chinas, Japans und der USA sich gefährlich nahekommen. Schon kann man vergleichen - hoffentlich mit dem Ergebnis, dass die heutige Situation dort deutlich weniger gefährlich ist als die nach dem Attentat in Sarajewo.

 

Ergänzung: Im März 2014 "nimmt" sich Putin die Krim - alles Mögliche wird diskutiert, nicht aber der zumindest teilweise parallele Fall Tibet, das von China besetzt und ebenfalls dem eigenen Reich eingegegliedert wurde. Bis heute dauert der Zustand an, dass die Maßnahme immer noch nicht international anerkannt ist - aber jeder weiß, dass sich daran nichts ändern wird, solange das chinesische Volk und seine Führung bei der jetzigen Haltung bleiben.

 

Ein anderer Vergleichsfall ist natürlich die Appeasementpolitik gegenüber Hitler, der sich im Herbst 1938 mit verbal ähnlichen Argumenten, wie Putin sie jetzt nutzt, das Sudetenland abtreten ließ - allerdings legitimiert zumindest durch eine internationale Konferenz in München. Natürlich geht es nicht an, leichtfertig Putin mit Hitler und die Russen mit den Deutschen von 1938 zu vergleichen. Hierfür wurde Anfang April 2014 ja auch Bundesfinanzminister Schäuble kritisiert.

 

Zum einen muss man zwischen Geschichte und Politik unterscheiden: Im ersten Bereich muss es erlaubt sein, alle Fragen zu stellen und Vergleiche zu ziehen, sonst wird Erkenntnis durch Tabuisierung behindert und die Wissenschaft, aber auch der Unterricht, in ihren Spielräumen eingeschränkt.

Aber alles, was man tut, also auch der historische Vergleich, hat eine politische (und ggf. auch moralische) Komponente - und hier kann man nicht nur, sondern muss Russland verstehen, das angesichts der nationalsozialistischen Verbrechen auch auf seinem Territorium äußerst sensibel auf entsprechende Vergleiche reagiert.

 

Um nun auf historische Aspekte zurückzukommen: Es geht heute nicht um "Lebensraum" - und auch Rassismus wirft der russischen Führung niemand vor. Es bleiben also allenfalls Parallelen an der Oberfläche der Betrachtung, in der formalen Begründung des Vorgangs. Ebenso klar ist aber auch, dass im Zeitalter von Atomwaffen und nach den Erfahrungen mit Kriegen in den letzten Jahrzehnten kein vernünftiger Mensch ernsthaft militärische Optionen gegen Russland in Erwägung zieht.

 

Es bleibt zu hoffen, dass im Unterschied zu 1914 beide Seiten Augenmaß bewahren und alles vermeiden, was zu einer nicht mehr beherrschbaren Eskalation des Konflikts führen könnte. Der Schaden ist schon gleich am Anfang groß genug gewesen - weil zu wenig die Interessen beider Seiten berücksichtigt wurden.

 

Beispiel 2: Missachtung des Grundgesetzes? Der Mitgliederentscheid der SPD

Oder nehmen wir den Mitgliederentscheid der SPD über die Große Koalition als aktuelles Thema im Politikunterricht - schon ist man bei der Geschichte der verschiedenen Demokratiekonzeptionen von der Französischen Revolution über die Auseinandersetzungen um die Weimarer Reichsverfassung bis hin zum Grundgesetz.

Wir werden in loser Folge hier demnächst Anregungen in beide Richtungen unterbringen und freuen uns natürlich über Nutzer-Reaktionen.

 

Auswertung FAZ vom 12.02.2014

Der Bürgerkrieg in Syrien ist nicht nur mit ungeheurem menschlichen Leid verbunden, dessen Ende nicht absehbar ist. Es gibt auch erstaunliche Parallelen zu den Religionskriegen der frühen Neuzeit, die ähnlich grausam waren. Darauf verweist die FAZ in einem Artikel vom 12.2.2014, der auch im Internet abrufbar ist - zumindest war er das an diesem Tag und bleibt es hoffentlich noch lange.

 

Auswertung FAZ vom 31.12.2013

In einem Leitartikel mit der Überschrift "Rubikon Rhein" wird behauptet, mit dem preußischen General Blücher habe 1814 ein Grenzkonflikt zwischen Frankreich und Deutschland begonnen, "der erst 150 Jahre später endete".

Es lohnt sich, sich mit diesem General und den Umständen seiner Überquerung des Rheins in Richtung Frankreich mal genauer zu beschäftigen.

Vor allem auch damit, warum eine so große und wichtige Zeitung wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung es anscheinend am liebsten gehabt hätte, wenn Frankreich bis Koblenz, Köln und Düsseldorf gereicht hätte - nur, damit Frankreich den Rhein als "natürliche" Ostgrenze bekam.

 

Auswertung FAZ vom 31.12.2013

Auf einer ganzen Seite behandelt die Zeitung am gleichen Tag auch "Sotschi und die 'tscherkessische Frage'". Ausgangspunkt sind die Olympischen Winterspiele von 2014 - und schon ist man bei der Frage, wie Russland in den letzten 150 Jahren mit einem Volk in der Kaukasus-Region umgegangen ist. Zugleich ist man damit bei einem besonderen Aspekt des Imperialismus: Während die meisten europäischen Länder sich in der ganzen Welt Kolonien besorgten - betrieb das Zarenreich einen sogenannten "Kolonialimperialismus", bei dem es einfach nur seine Grenzen immer weiter nach außen schob - vor allem nach Süden. Mit den Folgen hat es bis heute zu kämpfen, wie Terroranschläge kurz vor Beginn der Olympischen Spiele zeigen.

 

Auswertung FAS 8.12.2013: Japan wieder auf dem Weg in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg?

Hier und bei den folgenden Punkten zeigen wir, wie eine einzige Zeitungsausgabe vielfältige Anregungen für Untersuchungen und Referate geben kann, die prüfen, welchen Wert "Geschichte" hat für das bessere Verständnis der Gegenwart.

Stimmt es wirklich, dass die aktuelle japanische Regierung unter Ministerpräsident Abe in einer Weise nationalistische Töne anschlägt und die Möglichkeiten von Presse und Opposition so einschränkt, wie es vor dem Zweiten Weltkrieg möglich war?

 

Auswertung FAS 8.12.2013: Die Hoffnungen, die sich mit Lichtgestalten wie Mandela und Gandhi verbinden

Stimmt es wirklich, dass man noch in 500 Jahren von Nelson Mandela sprechen wird? Bei aller Anerkennung seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit und seiner großen Bedeutung für den friedlichen Wandel in Südafrika: Wie ist die Lage dort zur Zeit wirklich? Ist der Sprung in eine bessere Zukunft geglückt? Wie sieht es parallel in Indien aus? Zu der zweiten Lichtgestalt, Gandhi, gehört auch, dass es am Ende seines Lebens zu einem schrecklichen Bürgerkrieg zwischen Indien und Pakistan kam.

 

Auswertung FAS 8.12.2013: Das WTO-Glück von Bali und der Merkantilismus

Stimmt es wirklich, dass die Welthandelsorganisation WTO der Menschheit in Bali einen Sprung ins Glück beschert hat? Eine gute Gelegenheit übrigens, an den Merkantilismus zu erinnern, der in der Zeit des Absolutismus den Staaten Wohlstand bescheren sollte - allerdings auf Kosten der Nachbarn, was für die WTO und die mit ihnen verbundenen Hoffnungen spricht.

 

Auswertung FAS 8.12.2013: Der Euro-Rettungsschirm - auf gutem Weg?

Stimmt es wirklich, dass der Euro auf einem guten Weg ist, weil Irland den "Rettungsschirm zusammenklappt"? Werden die von ihm gegebenen Kredite zurückgezahlt oder zahlt das Geld irgendwer anders? Ein schönes Beispiel für die Unvollkommenheiten der öffentlichen Diskussion.

 

Auswertung FAS 8.12.2013: Streit in der Erhard-Stiftung

Stimmt es wirklich, dass die Ideen von Ludwig Erhard so unklar sind, dass man mit ihnen zugleich für und gegen den Euro sein kann?

 

Stimmt es wirklich, dass die Ideen von Ludwig Erhard so unklar sind, dass man mit ihnen zugleich für und gegen den Euro sein kann?

 

Auswertung FAZ 14.12.2013: Vergleich von Säuberungs-Terror in Nordkorea mit dem der Stalin-Zeit

In Nordkorea kann man kurz vor Weihnachten 2013 erleben, wie schnell in totalitären Regimen der Terror auch die ganz Großen treffen kann. Damit bekommt man auch ein (un-)gutes Gefühl für für das, was parallel zum Nazi-Terror in Stalins Sowjetunion passierte.

 

Mal sehen, was die nächsten Zeitungen bringen.

 

Viel Erfolg bei der Aufnahme der Anregungen

 

Wir werden jedenfalls weiter Ausschau halten nach aktuellen Phänomen, die gewissermaßen nach historischer Beleuchtung "schreien" ;-)


 

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