Schnell durchblicken? So einfach geht es!
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"Fiktive Gespräche" - als wäre man dabei gewesen ...

Geschichte – eigentlich ein tolles Fach

Das Fach Geschichte hat gerade bei jungen Menschen ein sehr hohes Potenzial an Begeisterung und Anteilnahme. Da der Lehrervortrag, der im positiven Falle früher beides weckte, weitestgehend in Verruf geraten ist, braucht man entsprechende Quellentexte oder auch Auszüge aus geeigneten Büchern.

 

Aber die Tür steht nicht immer offen

Leider denken diejenigen, die Geschichte betreiben oder betrachten in der Regel zu wenig daran, dass das, was sie schreiben, auch von jungen Menschen verstanden werden soll. Dazu kommt, dass viele Phänomene und Prozesse der Geschichte sich gar nicht in leicht verständlichen und ausreichend kurzen Texten abbilden lassen.

 

Aber man kann die Menschen der Geschichte „zum Sprechen bringen“

An dieser Stelle können „fiktive Quellen“ eine Lösung sein. Dabei bieten sich besonders Gespräche an. Im Idealfall verhelfen sie den Schülern, sich in eine Ganz bestimmte historische Situation zu versetzen und diese sowie das Handeln der Personen zu verstehen.

 

Auch ein halb erfundenes Gespräch kann zu Erkenntnissen führen

Natürlich sollte den Schülern bewusst gemacht werden, dass diese „fiktiven“ Quellen  vom Text her nicht echt ist, in der Sache aber durchaus Entscheidendes treffen können. Es ist wie bei einer guten Anekdote, auch sie ist in der gebotenen Form nicht real, trifft aber Entscheidendes.

 

Ping-Pong-Play: der große Vorteil eines Streitgesprächs

Wenn es in einem solchem Gespräch um eine "Auseinandersetzung" geht, hat ein Gespräch vor allem auch den Vorteil, dass Argumente sofort von der anderen Seite entkräftet bzw. "relativiert" wird. Das Ganze funktioniert dann wie bei einem Tischtennis-Spiel. Damit wird im besten Sinne des Wortes "dialektisch" gearbeitet. Die einzelnen Elemente werden geprüft, abgewandelt und haben die Chance, am Ende zu einem geschliffenen Edelstein zu werden, auf den man sicher bei einer Beurteilung zurückgreifen kann.

 

Ein gutes Vorbild: Der Dokumentarspielfilm

Im übrigen hat dieser Ansatz auch viel mit dem des Dokumentarspielfilms zu tun. Auch dort werden Gespräche gezeigt, die mehr oder weniger erfunden sind – zumindest im genauen Wortlaut. Dennoch zeigt die Praxis, dass diese Filmbearbeitungen der Geschichte häufig mehr Eindruck hinterlassen als die Aufnahme der gängigen Informationen und Materialien in Schulbüchern.

 

Auf geht’s – damit Geschichte spannend wird – oder bleibt!

Also: Machen wir uns unser eigenes Bild von der Geschichte – im Wortlaut ein bisschen fiktiv, in der Sache aber hart an der Wirklichkeit – natürlich nur, soweit wir sie heute rückblickend überschauen.

Im Folgenden werden Gespräche zu bestimmten historischen Situationen angerissen, die in einem speziellen E-Book komplett und mit Anregungen zum Einsatz im Unterricht präsentiert werden.

 

Im Folgenden zum Kennenlernen jeweils die Anfänge der Gespräche.

 

Das E-Book ist ab sofort erhältlich, zum Beispiel über Amazon.

 

Unser spezielles Angebot für unsere Leser:

Sollte das E-Book nicht das enthalten, was Sie gerade benötigen, können Sie sich gerne mit dem im E-Book genannten Kennwort ans uns wenden. Wir können natürlich nicht garantieren, dass wir Ihren Wunsch erfüllen können, werden aber unseren ganzen Ehrgeiz aufwenden :-)

 

Im Folgenden zunächst ein Demo-Beispiel, in dem das System des Absolutismus sehr schön am Beispiel eines königlichen Verhaftungsbriefs gezeigt wird.

 

Darunter dann der Link zu weiteren "fiktiven Gesprächen", die den Geschichtsunterricht bereichern.

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Fiktives Gespräch zwischen einem Vater und einem Sohn im Absolutismus
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PDF-Dokument [21.9 KB]

Hier nun also der Weg zum E-Book und unserer Gesprächs-Werkstatt:

 

Bei Amazon

 

 

 

Kreuzzüge: Zwei Ritter sprechen über den Aufruf von Papst Urban

Am 27.11.1095 hält Papst Urban bei einer großen Kirchenversammlung eine Rede, bei der auch viele Ritter gespannt zuhören. Einer von ihnen namens Gottfried war mit seinem Pferd gestürzt und hatte die Rede nicht mitbekommen. Als er endlich eintrifft, kommt mit seinem Nachbarn, dem Ritter Berthold, ins Gespräch.

Gottfried: O gut, dass ich dich treffen. Ich hatte leider einen kleinen Unfall und jetzt habe ich die Rede des Heiligen Vaters versäumt. Was hat er denn gesagt?

Berthold: Er sprach von Jerusalem und den Leiden unserer Schwester und Brüder im Heiligen Land. Unglaublich, was die Seldschuken, die dort jetzt herrschen, mit ihnen machen. Wir müssen ihnen zu Hilfe kommen und Jerusalem befreien.

Gottfried: Wie soll das gehen? Das ist ein weiter Weg – und wir wissen nicht, wie stark der Gegner ist.

Berthold: Es wird einen regelrechten Kreuzzug geben. Das heißt, viele werden das Kreuz nehmen – so wie ich es jetzt schon auf meinem Mantel trage und gemeinsam ins Heilige Land ziehen.

Gottfried: Meinst du wirklich, dass sich viele auf dieses Abenteuer einlassen?

[...]

Fortsetzung im E-Book - mit Auswertungsfragen und Antworten!

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Mittelalter: Ein Bauer und sein Sohn über Dienste und Abgaben

An einem Abend in einem mittelalterlichen Bauernhaus: Der Bauer Jakob sitzt mit seinem Sohn Karl beim Abendessen. Sie sprechen über dies und das, bis der Sohn schließlich zu seinem Thema kommt:

Sohn: Du, Vater, ich muss mal was mit dir reden.

Vater (lächelnd): Das tust du doch schon die ganze Zeit.

Sohn: Nein , so meine ich das nicht, es geht jetzt um etwas Besonderes – ich habe nämlich eine Idee.

Vater: Dann schieß mal los.

Sohn: Ich war doch heute mit dem Fuhrwerk auf dem Meierhof und habe Steine gefahren.

Vater: ... diese schrecklichen Frondienste ... Ich hätte dich nun wirklich besser hier auf dem Hof gebrauchen können. Aber immer wenn das Wetter mal gut ist zum Ernten, kommt der Vogt und holt uns zum Herrenhof.

Sohn: Aber manchmal hat das auch was Gutes. Ich traf am Steinbruch nämlich den Georg, der fürs Kloster fährt.

Vater: Ja, und, will der demnächst unsere Fuhren übernehmen?

[...]

Fortsetzung im E-Book - mit Auswertungsfragen und Antworten!

Absolutismus: Lage von Adel und Bürgertum

Auf einem Fest des Königs treffen sich zur Zeit des Absolutismus ein Adliger und ein Bürger und kommen ins Gespräch.

Adliger: Ich habe gehört, der König hat Ihnen ein Amt gegeben. Gratulation - aber es schmerzt doch, dass der König immer weniger an seinen Adel denkt. Ach, was waren das noch Zeiten, als wir seinem Herzen am nächsten standen.

Bürger: Danke – aber so viel hat sich gar nicht geändert. Haben Sie denn nicht gesehen, wie freundlich Sie von seiner Majestät begrüßt wurden, während er für unsereinen nur einen kurzen Blick übrig hatte?

Adliger: Er weiß eben, welche Verdienste meine Familie den Königen Frankreichs geleistet hat. Wenn ich mir in unserem Schloss die Ahnengalerie anschaue! Sehr viele haben in Schlachten für den König ihr Leben gegeben!

Bürger: Auch wir dienen dem König ...

[...]

Fortsetzung im E-Book - mit Auswertungsfragen und Antworten!

Absolutismus: Wie man mit Briefen Erziehung betreibt

Am Tor eines Schlosses in der Zeit des Absolutismus: Ein sehr verärgerter Adliger droht seinen Sohn, der mal wieder viel zu spät nach Hause kommt und sich einiges geleistet hat mit einem „lettre de cachet“.

Vater: (sehr erregt) Ich bin es leid, richtig leid. Nichts als Ärger mit dir, heute kommst du zum wiederholten Male zu spät, gestern musste ich deine Spielschulden bezahlen und vorgestern hatte ich größte Mühe, einen Vater zu beruhigen, dessen Tochter du verführt hattest.

Sohn: (leicht spöttisch): Nicht ich habe sie verführt, sie war es, die mir schöne Augen gemacht hat. Was kann ich dafür, wenn ihr Vater Probleme damit hatte.

Vater: (immer empörter): Das ist ja wohl die Höhe, die Tochter saß hier weinend vor mir und der Vater hätte dich zum Duell gefordert, wenn ich mich nicht für dich entschuldigt hätte, und die Ehre seiner Tochter hat mich eine ziemliche Stange Geld gekostet.

Sohn: (wegwerfend): Zieh es doch einfach von meinem Erbe ab und lass mich endlich schlafen gehen. Ich hatte einen anstrengenden Abend.

Vater: ich kann mir schon vorstellen, worin die Anstrengungen bestanden. Wieviel hast du denn diesmal beim Würfelspiel verloren?

[...]

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Vom Absolutismus zur Revolution: Der König braucht Geld

König: Mein lieber Necker, es freut mich, Euch zu sehen, auch wenn ihr mich immer an das Geld erinnert, das ... uns fehlt.

Minister: Nun ja, Majestät, das ist die Aufgabe, mit der Ihr mich betraut habt.

König: Ja, ja, aber es ist wirklich traurig: Die Königin war sehr empört, als sie hörte, dass in der nächsten Zeit drei große Feste ausfallen sollten. Wofür haben wir dieses wunderbare Schloss Versailles, wenn wir es nicht nutzen könnten. Ich hoffe wirklich, dass Euch endlich etwas eingefallen ist, wie wir am besten die Steuern erhöhen können. Überall wird ja schon gejammert, dass man nicht mehr leisten kann – und wie ich hörte, verweigern Adel und Geistliche jede Mitarbeit.

Minister: Majestät, das ist genau der Punkt – die Steuern sind schon so oft erhöht worden – und treffen immer nur die gleichen Leute, nämlich nur den Dritten Stand. Ich habe ja versucht, die beiden anderen Stände, den Adel und die Geistlichen dazu zu bringen, wenigstens einen Teil mit zu übernehmen. Aber das verhindern diese adligen Gerichtshöfe – die sollen zwar eigentlich nur Eure Beschlüssen „registrieren“, aber das nutzen sie zu endlosen Verzögerungen. Aber jetzt habe ich eine Idee: Wir werden die Generalstände einberufen.

König: Hm, Generalstände ...

[...]

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Französische Revolution: Nach der Hinrichtung Robespierres

Direkt nach der Hinrichtung Robespierres unter der Guillotine am 28.07.1794 gehen zwei Franzosen, die an dem Spektakel teilgenommen haben, nach Hause und kommen dabei ins Gespräch.

Charles: Es wurde auch Zeit, dass dieser Massenmörder endlich selbst unters Messer geraten ist.

Jean:   Nun mal langsam – Robespierre hat auch viel Gutes bewirkt.

Charles:         Gutes? Was sollte das gewesen sein?

Jean:   Immerhin hat er Frankreich geeint.

Charles:         Ja, unter der Guillotine – kein Mensch konnte mehr sicher sein, nicht von einem anderen als Feind der Revolution angezeigt zu werden.

Jean:   Es gab und gibt aber auch genügend Feinde der Revolution – besonders die, die sich hemmungslos bereichert haben, wenn sie unseren Soldaten Lebensmittel, Uniformen oder auch Waffen geliefert haben.

Charles:         Soll das eine Anspielung sein? ...

[...]

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Revolution von 1848: Gespräch von Flüchtlingen

Zwei Deutsche treffen sich 1849 in New York

Im Herbst 1849 treffen sich in einer New Yorker Gaststätte der ärmlich gekleidete Emigrant (Flüchtling) Ernst Weckling aus dem Großherzogtum Baden und der wohlhabende preußische Kaufmann Wilhelm Kron aus Berlin. Sie kommen ins Gespräch:

Ernst: Ja, es ist nicht leicht, wenn man sein Vaterland verlassen muss. Ich bin jetzt bereits drei Monate hier und habe immer noch keine Arbeit. Wenn ich hier nicht Verwandte hätte, könnte ich verhungern. So nutze ich die Zeit wenigstens, um Englisch zu lernen.

Wilhelm: Ihr hättet eben nicht so radikal sein dürfen. Als unser guter König die Verfassung ablehnte, war eben Schluss mit diesem übertriebenen Demokratiespiel.

Ernst: [regt sich auf]: Wenn die Fürsten nicht mitmachen wollen, dann muss man es eben ohne sie machen?

Wilhelm: Wie stellen Sie sich das denn vor? Die Fürsten sind doch die einzigen, die am Ende für Ruhe und Ordnung sorgen. Sollte es denn bei uns so kommen wie in Frankreich, als jeder fürchten musste, unter das Messer der Guillotine zu kommen?

Ernst: Aber was ist das jetzt für eine Ruhe?

[...]

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Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Gespräch zweier Diplomaten

Zwei Diplomaten im Gespräch zu Beginn des Ersten Weltkrieges

Am Abend des 05. August 1914 sitzen ein deutscher Diplomat und ein englischer Kollege in einer Gaststätte und unterhalten sich über die gerade abgegebene englische Kriegserklärung an Deutschland:

John: Irgendwie verstehe ich euch Deutsche nicht. Habt ihr nicht Feinde genug? Wieso musstet ihr auch noch in Belgien einmarschieren. Ihr wisst doch, dass unser Land keine starke Macht direkt gegenüber unserer Küste dulden kann.

Hans: Du weißt genau, dass wir an zwei Fronten kämpfen müssen. Das schaffen wir nur, wenn wir schnell im Westen reinen Tisch machen, um dann mit ganzer Heeresmacht nach Osten gegen Russland zu ziehen. Diesen Zeitplan können wir einhalten, wenn wir schnell in Paris sind – so wie damals 1870. Aber die Franzosen haben ja vorgesorgt – also müssen wir ihre Festungen umgehen – und das geht nur über Belgien. Immerhin haben wir der belgischen Regierung die Chance gegeben, uns den Durchmarsch zu gestatten.

John: Tja, das war ja wohl ein bisschen viel verlangt – und wie gesagt: Wir konnten und können das nicht dulden. Jetzt habt ihr den Salat – nicht nur Russland und Frankreich am Hals, sondern seit heute auch noch uns. Konntet ihr die wild gewordenen Österreicher nicht stoppen?

[...]

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Machtergreifung Hitlers: Haltung der katholischen Kirche

Zwei Katholiken unterhalten sich im Sommer 1933 über Hitler und den Nationalsozialismus

Paul: Ich habe fast nicht geglaubt, was ich eben in der Kirche gehört habe, als der Hirtenbrief der Bischöfe verlesen wurde – wirklich unglaublich, wenn man überlegt, wie das noch vor kurzem aussah.

Martin: Ja, ich war auch sehr überrascht – ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass die Bischöfe so auf Hitler und seine Linie einschwenken. Dass sie sogar Wörter wie „völkische Rechte“ verwenden, wer hätte das jemals gedacht. Vor der Machtergreifung sprachen sie noch mehr von Nächstenliebe gegenüber allen Menschen.

Paul: Aber du hast ja gehört, was gleich am Anfang gesagt wurde: Es geht einfach um Autorität. Die Bischöfe haben begriffen, dass Hitler unserem Volk wieder Einheit und Kraft gibt – nach all den Jahren des Streites. Und gerade die katholische Kirche mit ihrer klaren hierarchischen Ordnung zeigt doch die Vorteile von Einheit und Führungsstärke.

Martin: Aber in unserer Kirche darf jeder sein – die ist nicht auf die germanische Rasse beschränkt. Das haben die Bischöfe damals auch deutlich gesagt, als Hitler noch nicht an der Macht war.

Paul: Nun ja, die Zeiten haben sich geändert ...

[...]

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