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Willkommenskultur als Problem des zweiten Blicks - Karikatur

Ein großer Teil des Jahres 2015 war in Deutschland geprägt durch eine in der Welt wohl einmalige "Willkommenskultur".

 

Mancher fand es auch etwas seltsam, mit welcher Begeisterung fremde Menschen an Bahnhöfen und in Ortschaften begrüßt wurden.

 

Diese Karikatur versucht, diese Skepsis, soweit sie begründet und nicht allgemein fremdenfeindlich ist, darzustellen.

 

  1. Da haben wir links den Einheimischen, der leicht gebückt, aber sehr betont dem Neu-Ankömmling deutlich macht, wie sehr er willkommen ist.
  2. Die Figur zeigt deutlich etwas Unterwürfiges, dem Gegenüber wird nicht einmal in die Augen geschaut. Der Blick geht eher nach innen - in die eigene Befindlichkeit hinein.
  3. Die Kleidung der Figur soll wohl westliche Mode andeuten.
  4. Dieser Figur gegenüber steht ein starkes Wesen, die Arme in die Hüften gestützt und mit dem irritierten Gedanken, dass er doch eigentlich zunächst fremd ist, sich auf die Gegebenheiten des Landes einlassen muss - wie es eben der Begriff der Integration besagt.
  5. Was diese Karikatur insgesamt deutlich machen soll, ist eine gewisse Schieflage in der Flüchtlingskrise des Jahres 2015: Zwei Dinge sind ganz klar: Dieses langsam aussterbende Land braucht Menschen, die mit ihren Kindern die Zukunft mitgestalten. Außerdem gibt es aktuell viele Menschen, die einen Ort der Ruhe und des Friedens brauchen, in dem sie überhaupt einfach Mensch sein können.
  6. Notwendig ist aber tatsächlich Integration, bei der sicher für eine Übergangszeit erst mal die hier schon lebenden Menschen die Spielregeln bestimmen - und die Neuankömmlinge sich zunehmend an ihrer Weiterentwicklung beteiligen - das wäre ein normaler, organischer Prozess.
  7. Stattdessen ist zwar viel von Integration und den Werten des Grundgesetzes die Rede - aber die werden in keiner Weise erfolgreich an die Neuankömmlingen mit dem Ziel der Verpflichtung herangetragen. Wer die Bücher des Berliner SPD-Bezirksbürgermeisters Buschkowsky oder der Polizistin Tania Kambouri liest, bekommt ein ganz anderes Bild. Es gibt erfolgreiche Integration - aber eben auch sehr viel misslingende bzw. noch nicht gelungene.
  8. Das Fatale an der relativen Regellosigkeit bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise mit Zeichen tendenzieller Selbstaufgabe ist, dass die Flüchtlinge sich schon nach kurzer Zeit fragen: Ist dies ein Land, dessen Werte für einen Menschen mit Selbstbewusstsein überhaupt attraktiv sind.
  9. Viele werden sich weiter und noch mehr in Parallelgesellschaften zurückziehen, was ein unersetzlicher Verlust wäre beim Versuch, dieses Land gemeinsam - und eben auf Dauer auch "in Augenhöhe" weiterzuentwickeln. Die sog. "Willkommenskultur" in ihrer schlichten Gefühligkeit setzt nach Meinung des Karikaturisten genau an dieser Stelle einen falschen Akzent. Dementsprechend liegt die Haltung des Neuankömmlings auch eher zwischen Erstaunen und beginnender Distanzierung.

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