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1933 - Hitlers erste Schritte nach der "Machtergreifung"

Wer schnellen "Durchblick" in Geschichte möchte, dem können wir dieses E-Book nur empfehlen - man kann es auch leicht auf dem Smartphone immer dabei haben - und schon ist man mit dem Lehrer '"auf Augenhöhe" - und das dürfte sich auch in den Noten ausdrücken ;-)

Man kann es zum Beispiel hier bekommen.

 

Aber erst mal ein Auszug, der hoffentlich zeigt, wie leicht verständlich man Geschichte darstellen kann.

 

Wenn etwas noch unklar sein sollte, einfach hier Kontakt mit den Autoren aufnehmen.

 

Viel Erfolg.

1 Hitlers totale Machtergreifung nach der partiellen Machtübertragung

Heute glaubt man in der Rückschau zu Recht, dass der 30. Januar 1933 der Sprung der Deutschen in die Katastrophe eines weiteren Weltkrieges, des Massenmords und der Fast-Selbstvernichtung war.

Der größte Teil der Nicht-Nazi-Zeitgenossen sah das ganz anders: Die Konservativen glaubten, Hitler für sich einspannen zu können, die Mitte und die Linke gingen davon aus, dass der Spuk bald vorbei sein würde. Das Schrecklichste war und ist: Beide sollten sich irren – der Demagoge ohne abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung machte das ganze politische System zu seiner Beute und der Weltkriegsgefreite beeindruckte bald sogar die adelsstolzen Generäle.

 

1.1 Hitlers Hoffnung auf eine große Mehrheit bei den nächsten Reichstagswahlen

Diese Überschrift hört sich sicherlich etwas sperrig an, trifft aber genau den Kern. Am 30. Januar 1933 gab es keineswegs eine Machtergreifung durch Hitler und seine Nationalsozialisten, vielmehr war der Führer der NSDAP am Ende dieses Tages nicht mehr und nicht weniger als ein vom Reichspräsidenten ernannter Reichskanzler, der sich eine parlamentarische Mehrheit suchen sollte. Dafür kam vor allem das katholische Zentrum in Frage, aber Hitler gelang es, das nicht allzu intensiv zu betreiben, weil ihm Neuwahlen viel wichtiger waren. Er war nämlich fest davon überzeugt, dass zum einen eine geheime Mehrheit der Deutschen sowieso auf seiner Seite stand und dass er den anderen mit Hilfe der staatlich kontrollierten Medien und der Polizei schon noch neue Einsichten würde vermitteln können.

 

1.2 Das „Geschenk der Hölle“: Der Reichstagsbrand führt zum Ende des Rechtsstaates

Zu Hilfe kam ihm dabei, dass ein seltsamer niederländischer Sozialist am 27. Februar 1933 das Reichstagsgebäude in Brand setzte. Damit gab er Hitler Gelegenheit, beim Reichspräsidenten eine Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat durchzusetzen, die praktisch fast alle Grundrechte außer Kraft setzte. So wurde es den Nazis ermöglicht, auf scheinlegale Weise mit ihren politischen Gegnern, vor allem der KPD, abzurechnen. Die bekannte Redewendung „Geschenk des Himmels“ muss angesichts der Bedeutung dieser Ereignisse wohl ins Gegenteil verkehrt werden.

 

1.3 Aus einer halben Niederlage wird ein ganzer Sieg

Umso enttäuschender war es für Hitler, dass er mit seiner Partei Anfang März 1933 in den Reichstagswahlen nur auf etwa 44 % der Stimmen kam und nur mit Hilfe der konservativen DNVP auf knapp mehr als die Hälfte aller Stimmen im Reichstag (52 %) kam. Aus der scheinbaren Not machte Hitler dann schnell in seinem Sinne eine Tugend, indem er dem Reichstag ein sogenanntes Ermächtigungsgesetz vorlegte.

Solche Gesetze, die der Reichsregierung für eine bestimmte Zeit besondere Rechte einräumten, hatte es auch schon früher gegeben. Hitlers Fassung allerdings war eine Infragestellung des gesamten parlamentarisch – demokratischen Systems. Die Reichsregierung bekam nämlich das Recht, nicht nur ganz allgemein alleine Gesetze zu erlassen, sondern sogar solche, die die Verfassung änderten. Die Ausnahmen, die in das Gesetz hinein geschrieben wurden, waren politisch weitgehend uninteressant.

 

1.4 Der Weg zum Ermächtigungsgesetz

Man fragt sich natürlich, wie es den Nationalsozialisten gelang, für dieses Gesetz am 23. März 1933 die notwendige Zweidrittelmehrheit zu bekommen. Die KPD hatte man mit Hilfe der Reichstagsbrandverordnung schon ausgeschaltet, die anderen Parteien, vor allem das Zentrum, konnte man weitgehend mit leeren Versprechungen für sich gewinnen. Lediglich die SPD unter ihrem tapferen Fraktionsvorsitzenden Wels hielt die Fahne des Parlamentarismus hoch, konnte aber Hitlers Sieg nicht verhindern.

 

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