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1918-1933 Überblick Weimarer Republik

Die Weimarer Republik - Stabilisierung und Niedergang

Die ersten vier Jahre der Republik waren durch große Unsicherheiten geprägt. Zwar hatte die Nationalversammlung im Jahre 1919 eine Verfassung angenommen, die dem Reichspräsidenten als eine Art Ersatzkaiser viel Macht einräumte, das bewahrte sie aber nicht vor großen Krisen.

 

1.1 Die Gefahr von links – die Räterepubliken

Da gab es zunächst einmal die linken Räterepubliken, deren politische und soziale Experimente neben dem parlamentarisch-demokratischen Projekt herliefen und die durch regierungstreue sogenannte Freikorps, aus mit zum Teil recht konservativen bis rechtsextremen Elementen, blutig zerschlagen wurden.

 

1.2 Die Gefahr von rechts – der Kapp-Putsch

Im März 1920 kam es dann zu einer ersten großen Krise, die die gesamte Republik betraf. Vor dem Hintergrund der durch den Versailler Vertrag bedingten Demobilisierung einer großen Zahl von Soldaten (Deutschland durfte nur noch 100.000 Soldaten unter Waffen halten) kam es zu einem Putsch von Teilen der Armee unter einem selbst ernannten Reichskanzler Kapp, den die Regierung nur überlebte, weil die Gewerkschaften einen Generalstreik ausriefen und die Beamten den Dienst verweigerten. Interessant, dass hier noch linke und konservative Kräfte gemeinsam die Republik stützten. Bezeichnend war allerdings schon, dass die Aufrührer nur sehr mäßig bis gar nicht bestraft wurden und die Richterschaft in den Folgejahren sich immer wieder auf dem rechten Auge blind zeigte.

1.3 Die Gefahr von außen – der „Ruhrkampf“ und seine Folgen

Eine noch größere Krise kam dann im Jahre 1923, als Franzosen und Belgier wegen kleinerer Rückstände bei den Reparationen ins Ruhrgebiet einmarschierten und dort versuchten, mit Gewalt Abgaben zu erzwingen.

Die Regierung ermunterte die Bevölkerung zum passiven Widerstand, was zu vielen gefährlichen Situationen auch mit Toten führte, vor allem aber viel Geld kostete und aus der schon laufenden Inflation eine galoppierende oder auch Hyper-Inflation machte. Dies bedeutet konkret, dass alle, die über Geld verfügten, nur verlieren konnten. Das ging von Vermögenden, die ihr Geld nicht rechtzeitig in Sachwerten anlegten, bis zu den einfachen Beschäftigten, die abends ihren Lohn in Koffern abholen mussten, um das Geld direkt für lebensnotwendige Einkäufe einsetzen zu können, bevor es am nächsten Tag noch weniger wert war.

 

1.4 Ein kleiner Putsch mit großer Langzeitwirkung – Hitler im November 1923

Die Reichsregierung brach dann irgendwann den so genannten „Ruhrkampf“ ab, konnte aber nicht verhindern, dass es auch im eigenen Land zu gefährlichen Entwicklungen kam. Da gab es auf der einen Seite Arbeiteraufstände, die brutal von Freikorps und Reichswehr niedergeworfen wurden, - und es gab einen seltsamen Versuch eines Marsches auf Berlin, bei dem sich Adolf Hitler erstmals  einer breiteren Öffentlichkeit präsentierte und versuchte, die Machtergreifung Mussolinis in Italien nachzuahmen.

Das Experiment brach allerdings schon nach wenigen Metern im Feuer der Polizei zusammen, eine überaus wohlwollende Justiz ermöglichte dem Hochverräter aus dem Ausland dann aber eine relativ komfortable Haft, in der er in aller Ruhe und sogar mit Unterstützung eines Sekretärs sein Propagandawerk „Mein Kampf“ schreiben konnte.

Vor allem zog er eine Konsequenz, die Millionen von Menschen das Leben kosten sollte: Hitler setzte ab jetzt auf eine scheinbar legale Strategie – und die brachte ihn dann im Januar 1933, also knapp 10 Jahre später, wirklich an die Macht. Anderthalb Jahre später hatte er sich dann die totalitäre Diktatur aufgebaut, von der er 1923 nur träumen konnte.

 

1.5 Kurzzeitig positive Folgen des Krisenjahres 1923

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1.6 Die Krise kehrt zurück – Teil 1: Der Young-Plan

 

1.7 Die scheinbar ruhigen Jahre 1924-1929

 

1.8 Die Krise kehrt zurück – Teil 2: Die Weltwirtschaftskrise

 

1.9 Ab 1930: Das Ende des Parlamentarismus in Deutschland – das Präsidialsystem

 

1.10 Das Ende des Rechtsstaates – die Übertragung der Macht an Hitler

 

 

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