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Die (M)SPD während der Weimarer Republik

  1. Schon die Frage der Kriegskredite führte zu Spannungen innerhalb der SPD, die ja bis zum Ersten Weltkrieg eher zu den "vaterlandslosen Gesellen" gezählt wurde, jetzt in der Stunde der scheinbaren Not aber zum Vaterland stehen wollte.
  2. Ab 1916 wurden dann die Spaltungstendenzen deutlicher, als sich die Spartakusgruppe gründete, die sich klar gegen den Krieg stellte.
  3. Im März 1917 wurden dann die linken Kritiker ausgeschlossen. Ab dann konnte man eine Mehrheits-SPD von Unabhängigen Sozialdemokraten unterscheiden.
  4. Im Rahmen der Novemberrevolution bildeten dann beide Gruppen zusammen wieder den Rat der Volksbeauftragten, vertraten aber unterschiedliche Vorstellungen von der Demokratie.
  5. Ende 1918 scheiterte dann die Koalition an der Frage der Niederschlagung linker Aufstände.
  6. Im Januar arbeitete dann die MSPD unter Ebert eng mit noch funktionierenden Resten der alten Armee, sie sich in sog. Freikorps zusammenfanden, zusammen, und schlug einen linken Aufstand brutal nieder.
  7. In den Wahlen zur Nationalversammlung wurde die SPD dann so stark, dass sie mit der linksliberalen DDP und dem katholischen Zentrum auf über 75% der Mandate kam und die sog. "Weimarer Koalition" bilden konnte.
  8. Während der Weimarer Republik war die SPD dann an verschiedenen Regierungen beteiligt - am Ende bis 1930 an einer Großen Koalition, die dann aber in der Folge der Weltwirtschaftskrise zerbrach: Sie konnte sich nicht mehr einigen, ob die zunehmenden Kosten für die neue Arbeitslosenversicherung durch Leistungskürzung oder durch höhere Beiträge (an denen auch die Arbeitgeber beteiligt gewesen wären) getragen werden sollten.
  9. Nach der Machtergreifung war die SPD noch einmal im Rampenlicht, als sie sich Hitlers Ermächtigungsgesetz verweigerte. Anschließend mussten ihre Vertreter in die innere oder äußere Emigration gehen - viele wurden auch verfolgt und landeten sogar in Konzentrationslagern wie der spätere SPD Vorsitzende Kurt Schumacher.
  10. Wenn man auf wichtige Vertreter zurückblicken will, sind das vor allem der Vorsitzende und spätere Reichspräsident Ebert, der Regierungschef Scheidemann, der Volksbeauftragte und wegen der Niederschlagung linker Aufstände als "Bluthund" verschrieene Noske, der Reichskanzler Gustav Bauer und schließlich der Kanzler der Großen Koalition Hermann Müller. Wichtig ist noch Otto Braun, der als Ministerpräsident von Preußen in der Endphase der Republik widerrechtlich aus seinem Amt entfernt wurde - und eben der tapfere Otto Wels, der Hitler in der Debatte um das Ermächtigungsgesetz bis zur Weißglut reizte, indem er ihm glasklar, wenn auch freundlich die Wahrheit sagte.

 

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