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Klassenarbeit Deutsch- Klasse 9: Eichendorff, Denkst du des Schlosses noch auf stiller Höh’?

Aufgabenstellung:

1.       Interpretiere das unten links abgedruckte Gedicht von Eichendorff, indem du

a.       es in einem Einleitungssatz mit Angabe des Themas vorstellst (Faktor 2),

b.       die äußere Form mit Versstruktur, Reimschema und Versmaß klärst (Faktor 4),

c.       fortlaufend gegliedert den Inhalt erläuterst (Faktor 10),

d.       die Signale des Textes zu einer Aussage bündelst (Intentionalität) (Faktor 4),

e.       klärst, inwiefern und inwieweit es zur Epoche der Romantik gehört (Faktor 6),

f.        Stellung nimmst zur Frage, welche Bedeutung dieses Gedicht heute noch haben kann (Sinnpotenzial) (Faktor 2),

g.       In einer kurzen begründeten Stellungnahme eine persönliche Einschätzung und Bewertung des Gedichtes vornimmst (Faktor 2).

2.       Das Gedicht gibt es in zwei Fassungen. Vergleiche die rechte mit der linken und prüfe, inwieweit die Unterschiede eine Rolle spielen für das Verständnis des Gedichtes.

 

 

Fassung 1:

Joseph Freiherr von Eichendorff

[Denkst du des Schlosses noch auf stiller Höh?]

 

 

Denkst du des Schlosses noch auf stiller Höh?

Das Horn lockt nächtlich dort, als ob's dich riefe,

Am Abgrund grast das Reh,

Es rauscht der Wald verwirrend aus der Tiefe –

O stille! wecke nicht! es war, als schliefe

Da drunten unnennbares Weh. –

 

Kennst du den Garten? – Wenn sich Lenz erneut,

Geht dort ein Fräulein auf den kühlen Gängen

Still durch die Einsamkeit

Und weckt den leisen Strom von Zauberklängen,

Als ob die Bäume und die Blumen sängen,

Von der alten schönen Zeit.

 

Ihr Wipfel und ihr Brunnen, rauscht nur zu!

Wohin du auch in wilder Flucht magst dringen:

Du findest nirgends Ruh!

Erreichen wird dich das geheime Singen,

In dieses Sees wunderbaren Ringen

Gehn wir doch unter, ich und du! –

 

Fassung 2:

Joseph Freiherr von Eichendorff

Die Heimat

An meinen Bruder

 

Denkst du des Schlosses noch auf stiller Höh?

Das Horn lockt nächtlich dort, als obs dich riefe,

Am Abgrund grast das Reh,

Es rauscht der Wald verwirrend aus der Tiefe -

O stille, wecke nicht, es war als schliefe

Da drunten ein unnennbar Weh.

 

Kennst du den Garten? - Wenn sich Lenz erneut,

Geht dort ein Mädchen auf den kühlen Gängen

Still durch die Einsamkeit,

Und weckt den leisen Strom von Zauberklängen,

Als ob die Blumen und die Bäume sängen

Rings von der alten schönen Zeit.

 

Ihr Wipfel und ihr Bronnen rauscht nur zu!

Wohin du auch in wilder Lust magst dringen,

Du findest nirgends Ruh,

Erreichen wird dich das geheime Singen, -

Ach, dieses Bannes zauberischen Ringen

Entfliehn wir nimmer, ich und du!

 

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