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Bedeutung von Goethes "Faust"

Wie immer versuchen wir, eine Frage möglichst kurz und knapp zu beantworten - zugleich aber auch "bündig", so dass man am Ende das Gefühl hat, die Sache erst mal rund zu haben - zumindest vorläufig.

  1. Goethe hat ein Leben lang an diesem Werk gearbeitet, von daher ist es wirklich eine Art "Lebenswerk".
  2. Es geht um die damals wie heute spannende Frage, was die "Welt im Innersten zusammenhält" - Faust möchte mehr als einfach nur eine Rolle auszuüben, manchmal mehr schlecht als recht, wie er bereits im Anfangsmonolog beklagt.
  3. Dann geht es in der Figur des Mephisto auch um die geheimnisvolle Kraft des Bösen, die zwar das Negative will, also zerstören, dennoch aber auch Gutes bewirkt. Man kann an Lebenskrisen denken, die einen stärker werden lassen.
  4. Mephistos Versuch, Faust auf einen schlechten Weg zu ziehen, steht im Zusammenhang eines größeren Experiments, einer Wette mit Gott.
  5. Daraus folgt dann ein Pakt zwischen Faust und Mephisto: Damit ist die Frage verbunden, wieviel ein Mensch riskieren will, nur um seine Ziele zu erreichen.
  6. Eine Rolle spielt auch die Liebe, wenn auch in einer sehr "asymmetrischen" Form: Zunächst ist es einfach "linkisches", also sehr unbeholfenes Begehren, später wird mehr daraus - in den entscheidenden Momenten aber lässt Faust seine "Geliebte" allein und schließlich in ihrer Not einfach zurück.
  7. Dann geht es im ersten Teil des Dramas um die vielfältigen Möglichkeiten der "Zerstreuung", bei denen man das eigentliche Lebensziel verfehlt: Alkohol, nur vordergründiger Sex, die dunkle Welt des Hexensabbats.
  8. Im zweiten Teil versucht Goethe mit Faust eine Verbindung von Antike und seiner klassischen Gegenwart.
  9. Am Ende aber steht die Frage der Schuld, die mit großen Projekten immer schnell verbunden ist. Hier wird ein einfaches altes Ehepaar zum Opfer, kommt um, kaum vom "Helden" bedauert.
  10. Am Ende dann das scheinbare Scheitern, Mephistos Triumph, dann aber doch das Eingreifen Gottes - und damit Goethes positive Lebenssicht: "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen". Besser kann man das Bildungsideal der Klassik und den Optimismus der Epoche des Idealismus nicht verbinden.

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